Praneatal Medizin und Genetik Düsseldorf
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Ärztliche Partnerschaftsgesellschaft
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Dr. med. R. Hammer
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*privatärztlich bzw. angestellt

Cordozentese

Die Cordozentese ist besonderen diagnostischen und therapeutischen Indikationen vorbehalten und wird nach 18 SSW durchgeführt. So zum Beispiel

  • zur schnellen Karyotypisierung (2-5 Tage), z.B. bei spät entdeckten fetalen Auffälligkeiten (s.a. Chromosomenanalyse aus Fetalblut)
  • zur Infektionsdiagnostik
  • bei Hydrops fetalis
  • bei Blutgruppen - Inkompatibilität
  • bei Verdacht auf fetale Stoffwechselstörungen
  • zur Therapie, z.B. der fetalen Anämie oder Thrombopenie

Bei Lage der Plazenta an der Vorderwand wird der Nabelschnuransatz transplazentar punktiert, bei Hinterwandplazenta transamnial entweder der Ansatz oder eine freie Nabelschnurschlinge. Die Punktionsnadel hat einen Außendurchmesser von 0,7 mm (22 G).


Komplikationsrate

Das Risiko einer Nabelschnurpunktion ist abhängig von der Lokalisation der Plazenta, der Erfahrung des Untersuchers sowie der jeweiligen fetalen Problematik. Einschließlich der Fälle mit fetaler Pathologie liegt das Komplikationsrisiko über dem der Amniozentese und der Chorionzottenbiopsie, insgesamt jedoch bei nicht-hydropischen Feten unter 1%. Neben den von der Amniozentese bekannten Komplikationen können in sehr seltenen Fällen Nabelschnurhämatome mit Kompression der Gefäße und verstärkte Nachblutungen aus der Punktionsstelle vorkommen.