Ärztliche Partnerschaftsgesellschaft
PD Dr. med. P. Kozlowski
Dr. med. R. Stressig
Dr. med. S. Körtge-Jung
Dr. med. R. Hammer
Dr. med. H. J. Siegmann
Dr. med. S. Fröhlich
Dr. med. D. Jakubowski
Dr. med. K. Haug
Dr. med. G. Bizjak*
Dr. med. J. Ritgen*
Prof. Dr. med. F. Wolff*
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*privatärztlich bzw. angestellt

Die Dopplersonographie ist eine zusätzliche Untersuchung zur Überwachung von Risikoschwangerschaften. Bei vorbestehenden Erkrankungen, fetaler Wachstumsretardierung oder Prädisposition für hypertensive Schwangerschaftskomplikationen sind Hinweiszeichen im Allgemeinen 2 - 3 Wochen, im Ausnahmefall 4 - 5 Wochen vor dem Auftreten von pathologischen CTG-Veränderungen zu erkennen.
Der optimale Zeitpunkt der ersten Doppleruntersuchung richtet sich nach der Fragestellung. Im Allgemeinen ist eine Indikation vor der 20. Schwangerschaftswoche nicht gegeben. Routinemäßig werden jedoch z.Zt. bereits im Rahmen des differenzierten Organultraschalls (19+0 – 20+6 SSW) die Ae.uterinae beurteilt. Hier besteht eine Korrelation zwischen auffälligen Dopplerbefunden und der Häufigkeit von Früh- und Mangelgeburtlichkeit sowie mütterlichen Schwangerschaftskomplikationen (SIH, Praeeklampsie usw.).
In unserer Praxis werden die Doppleruntersuchungen mit hochauflösenden Farbdopplergeräten durchgeführt. Diese Technologie gewährleistet sichere, reproduzierbare Ergebnisse auch bei ungünstigen Schallbedingungen (Adipositas, Oligohydramnion, flache Winkeleinstellung, aktives Kind, V. cava-Syndrom usw.). Im Hinblick auf die durch den Einsatz des Duplexverfahrens angewandte höhere Energie im Vergleich zur B-Bild-Darstellung (Angst vor biologischen Wirkungen der Ultraschalluntersuchung) stellt die Zeitersparnis und die hohe Gerätesensitivität einen nicht zu unterschätzenden Faktor, auch in der Patientencompliance, dar.
Bei vielen Ultraschallbefunden (z.B. intrauterine Wachstumsretardierung, Parvovirus-B- 19-Infektion) sind Verlaufskontrollen notwendig. Die Dopplersonographie liefert Informationen über die Progredienz der Erkrankung und kann Entscheidungshilfen über den ggf. vorzuverlegenden Geburtstermin geben.
Ae. uterinae Beurteilung der uteroplazentaren Perfusion, Früherkennung der Eklampsie, Beurteilung der Plazentafunktion bei morphologischer Veränderung, Plazentainsuffizienz bei Retardierung oder Oligohydramnie, Veränderung bei maternalen Erkrankungen
A. umbilicalis Beurteilung der fetoplazentaren Perfusion, Erkennung einer Plazentainsuffizienz bei der Retardierung der Oligohydramnie
Aorta fetalis Erkennung von Verteilungsstörung, Zentralisation als Zeichen einer Hypoxie
A. cerebri media Erkennung einer chronischen Hypoxie durch "fetal brain sparing", d.h. Widerstandsverlust in den Gehirngefäßen, Flussgeschwindigkeitsmessungen als indirekter Marker einer fetalen Anämie (z.B. Parvovirus-Infektion, Rhesus-Inkompatibilität)