Ärztliche Partnerschaftsgesellschaft
PD Dr. med. P. Kozlowski
Dr. med. R. Stressig
Dr. med. S. Körtge-Jung
Dr. med. R. Hammer
Dr. med. H. J. Siegmann
Dr. med. S. Fröhlich
Dr. med. D. Jakubowski
Dr. med. K. Haug
Dr. med. G. Bizjak*
Dr. med. J. Ritgen*
Prof. Dr. med. F. Wolff*
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*privatärztlich bzw. angestellt

Nach wie vor ist die Untersuchung von Zellen aus dem Fruchtwasser, aus Plazentagewebe oder aus dem Blut des Ungeborenen der einzige Weg, zahlreiche Chromosomenstörungen und genetische Defekte (jedoch nicht alle) mit sehr hoher Sicherheit auszuschließen.
Alle Eltern tragen ein so genanntes Basisrisiko von 6-7 % für die Geburt eines Kindes mit mehr oder weniger schweren Fehlbildungen oder Erkrankungen. Hierzu werden auch leichte Auffälligkeiten, wie z.B. die gut behandelbare Hüftgelenkdysplasie (Mangelentwicklung der Hüftknochen) oder nicht operationsbedürftige Herzfehler gezählt. Die Wahrscheinlichkeit einer schweren Fehlbildung oder Erkrankung liegt in der Größenordnung von 1 %.
Auch wenn nach einer invasiven Diagnostik bestimmte Chromosomenstörungen ausgeschlossen wurden, bleibt grundsätzlich ein Basisrisiko für andere Erkrankungen und Fehlbildungen bestehen. So können körperliche Fehlbildungen, geistige Behinderungen oder Stoffwechselkrankheiten in aller Regel durch die Chromosomenanalyse nicht ausgeschlossen werden.
Ultraschalluntersuchungen und Untersuchungen des mütterlichen Blutes erlauben immer nur eine Abschätzung des Risikos, aber keinen Ausschluss von Chromosomenstörungen!