Die Achondroplasie stellt eine Skelettdysplasie mit einer Prävalenz von ca. 1:15.000 dar.
Die Patienten zeigen einen dysproportionierten Kleinwuchs (115-140 cm) mit Verkürzung der Extremitäten (besonders der Röhrenknochen), Brachydaktylie, eine stark prominente Stirn mit hypoplastischer mittlerer Gesichtspartie und einen Makrozephalus. Weiterhin sind leicht verengt liegende Lendenwirbel und ein ausgeprägtes Hohlkreuz typisch. Die Intelligenz und Lebenserwartung sind in der Regel nicht eingeschränkt.
pränatal: bei auffälligem Ultraschall, Achondroplasie bei den Eltern oder in vorangegangenen Schwangerschaften
postnatal: klinischer Verdacht auf Achondroplasie
Achondroplasie wird in ca. 99% der Fälle von den Punkt-Mutationen c.1138G->A oder c.1138G->C im FGFR3-Gen auf Chromosom 4 ausgelöst. Sie resultieren in einen Aminosäureaustausch von Glycin zu Arginin (p. 380G->R), der die Aktivität des Wachstumsrezeptors FGFR3 verändert. Die autosomal-dominant vererbaren Mutationen entstehen meist de novo.
Methode:
Material:
pränatal: 20-30 mg Chorionzotten (CVS) oder kultivierte Amnionzellen einer Fruchtwasserpunktion dazu mindestens 0,5 ml EDTA-Blut der Mutter zum Ausschluss einer maternalen Kontamination
postnatal: 5 ml EDTA-Blut
Dauer:
post-/pränatal: 1-2 Wochen