Bei etwa 7 % der infertilen Männer wird ein Stückverlust (Deletion) innerhalb des AZF auf dem Y-Chromosom gefunden. Am häufigsten werden Deletionen bei Männern mit einer Azoospermie (ca. 66 %), weniger häufig bei Männern mit einer Spermienkonzentration von < 5.000.000/ml (ca. 28 %) und sporadisch bei Männern mit einer Spermienkonzentration > 5.000.000/ml (ca. 6 %) gefunden.
Die Chance auf eine erfolgreiche testikuläre Spermienextraktion (TESE) im Rahmen einer geplanten intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) hängt dabei von dem Ausmaß der vorgefundenen AZF-Deletion ab. Alle Söhne dieser Männer erben das Y-Chromosom des Vaters mit dieser Deletion und werden mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls infertil sein.
postnatal: Patienten mit einer nicht-obstruktiven Azoospermie oder schwerer Oligospermie vor geplanter ICSI oder TESE/ICSI
Der Azoospermiefaktor besteht aus drei Regionen, AZFa, b und c, die bei den betreffenden Patienten deletiert sein können. Mit Hilfe unseres Tests werden diese drei Bereiche untersucht und über 90 % der bekannten Deletionen im AZF erkannt.
Methode:
Material:
5 ml EDTA-Blut
Dauer:
1 Woche